Der perfekte Job. Gibt es den überhaupt? Gerade jetzt, unter den „aktuellen Umständen“ kann man sich nicht erwarten gleich in den Traumjob einsteigen zu können. Das hört man nicht nur von den Personalabteilungen, sondern auch von vielen Jobsuchenden, denen es die Wirtschaftlage erschwert an ihrem „Traumjob“ festzuhalten. Hauptsache man hat Arbeit, schafft den Einstieg ins Berufsleben oder den Wiedereinstieg.
Noch in der Ausbildung werden junge Menschen dazu angehalten bereits die Weichen für ihre berufliche Zukunft zu stellen. Bleibt man am Gymnasium, beginnt man eine Lehre oder wechselt man auf eine berufsbildende Schule. Welche Fähigkeiten und Interessen sind besonders ausgeprägt?
Es gibt jene, die bereits in der Volksschule wissen, dass sie Arzt, Krankenschwester oder Lehrer werden wollen. Die einen schlagen tatsächlich diesen Weg ein, die anderen finden sich in einem völlig unterschiedlichem Berufsfeld wieder. Wieder andere finden es sehr schwierig sich schon früh für einen bestimmten Bereich zu entscheiden.
Jens K. gehört zu denjenigen, die ihren Traumberuf bereits zehnmal gewechselt haben, zumindest im Kopf. Er kann sich noch genau erinnern, als er damals zu seinem 16. Geburtstags Bayern Tickets geschenkt bekam. Das Spiel, die Atmosphäre im Stadion war einzigartig. Er träumte nicht wie viele andere Jungs von der Karriere als Profifußballer, sondern dachte sich, dass der Trainerberuf eine spannender sein müsste. Ein erfolgreicher Anwalt zu sein und vor Gericht bestechende Plädoyers zu halten, auch das hatte Jens beruflich einmal im Sinn. Bevor er sich in den Kopf setzte mit seiner Band etwas auf die Beine zu stellen und jede Menge Konzerte Tickets zu verkaufen.
Und heute ja Jens K. ein bisschen von all dem in seinem Beruf vereint. Als Eventmanager findet er die Abwechslung, die er immer schon gesucht hat. Es ist gewiss nicht einfach sich beruflich zu etablieren, das weiß Jens, wie so viele andere auch.
Manchmal helfen Praktika sich einen Einblick in ein Berufsfeld zu verschaffen. Ja mit etwas Glück kann aus einem Praktikum eine Fixanstellung werden. Andererseits können zu viele Praktika auch frustrieren, die Angst schüren, dass man den Absprung zu einer Fixanstellung nie schafft.
Zahlreiche Bewerbungsseminare bereiten Jobsuchende auf die Auswahlverfahren am Arbeitsmarkt vor. Die perfekte Bewerbungsmappe wird zusammengestellt, das Vorstellungsgespräch trainiert. Was einfach klingt, gestaltet sich oft sehr schwierig: Man sollte sich authentisch präsentieren, nicht zu viele Standardantworten geben, denn schließlich will man sich von den anderen Bewerberinnen abheben.
